Waltz-Praxis … Ein faszinierendes Lehrstück und eine ermutigende Erfahrung im Spannungsfeld zwischen Raum, Klang und Tanz könnte man kürzlich in Berlin genießen. Sascha Waltz choreografierte „Dialoge 2009“ und setzte sich auseinander mit dem durch David Chipperfield GROSSARTIG wiederhergestellten „Neuen Museum“ in Berlin. Zweieinhalb Stunden hatte der geneigte Besucher Zeit, um 25 (!) Tanzstücke auf vier Etagen zu... Lesen
Max Frisch und das Zwischen … In „Neue Zürcher Zeitung“ vom 20. Februar verbarg sich hinter der Meldung „Stillers Stalker“ ein ganzes Universum. Von einer „räumliche Erkundung der Nicht-Identität“ war da die Rede und einer Ausstellung, in der die Arbeit der Bau-und Tonkunst-Trias Markus Seifermann, Uwe Schmidt-Hess und Michael Shaw präsentiert wird. Max Frisch, der bekannte Schweizer Architekt und Schriftsteller ist... Lesen
Raum als musikalisches Material … Wenn ein Mensch alle Sinne beisammen hat, kann er sehen, schmecken, fühlen, hören und riechen. Welche Empfindungsebene ist dabei wohl die Dominanteste? Die Augen kann man schließen, Berührungen unterlassen, die Nase und den Mund zuhalten. Nur das Hören kann der -unversehrte- Mensch niemals unterlassen. Was liegt also näher, dem Hören auch die Möglichkeit der Gestaltung... Lesen
Die Klarheit der Komplexität … Gestern Abend hatte ich erneut Gelegenheit, klanglich/musikalisch ein Kernproblem der Wahrnehmung vorgeführt zu bekommen. Es gab in der Berliner Philharmonie mit Seiji Ozawa als Dirigent u.a. Anton Bruckners Symphonie Nr. 1. Mit Bruckner und Mahler haben wir zwei Vertreter der Spätromantik, die gemeinhin als Antipoden gelten. Zu hören ist das sofort und es gedanklich zu... Lesen
Hierarchien, Patienten und Maschinendenken … „Prozessverbesserung im Krankenhaus zum Wohle des Patienten“. Das war der nicht eben eingängige Titel einer Veranstaltung, die kürzlich mit Ministerialprominenz im noblen „Aachen Quellenhof“ abgehalten wurde. Handverlesen wirkte denn auch das Publikum und passte gut zum ersten „Aachener Expertengespräch“ der ortsansässigen „Carpus+Partner AG“. Insgesamt sechs Redner –davon eine Frau- beschäftigten sich aus unterschiedlichen Blickwinkeln mit... Lesen
Architektur als Ur-Sprung … Gerhard Matzig schrieb einen Essay in der Süddeutschen Zeitung vom 12. / 13. Dezember 2008 unter dem Titel: „Der Hauch der Architekten. Was hat uns bloß so ruiniert. Über den Untergang eines einst so glamurösen Berufsbildes“. Es wird dort ein Klagelied über die Architektenzunft angestimmt. Niederdrückende statistische Daten (Überangebot von Absolventen, monetäres Existenzminimum als Standard)... Lesen
Simulation und das Einmaleins der Bau-Planung … Um einen guten Job zu machen, genügte es Planern bis vor nicht allzulanger Zeit, die Wechselwirkungen von Architektur und technischer Gebäudeausrüstung mit den funktionalen Zusammenhängen eines Bauwerks in Einklang zu bringen. Ansprüche an die Wirtschaftlichkeit eines Gebäudes definieren heutzutage jedoch einen Aufgabenhorizont, der weitere Faktoren in den Planungsprozess einfließen lässt… Die Inhalte „Energie“ und „Lebenszyklus“... Lesen